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DAS NEWMAN-INSTITUT
Das Newman-Institut wurde im Jahr 2001 gegründet. Es ist eine private,
gemeinnützige akademische Einrichtung, mit einer Spezialisierung auf die
Fächer Theologie, Philosophie und Kulturwissenschaften (vor allem
Kunstgeschichte, Kirchenarchitektur, Musik und Literatur). Es trägt den Namen
des englischen Kardinals John Henry Newman (1801–1890) und ist von
seiner Vision eines Dialogs der christlichen Tradition mit der modernen
Gesellschaft inspiriert. Das Institut wird vom Jesuitenorden betrieben.
Seit 2002 besteht eine Zusammenarbeit mit der
theologischen Fakultät der Universität Uppsala. Das gibt den Studenten
die Möglichkeit, für ausgewählte Kurse des Newman-Instituts Scheine der
Universität zu erwerben. Seit Herbst 2008 wird ein dreijähriges
Ausbildungsprogramm in Theologie, Philosophie und Kulturwissenschaften
angeboten; das Programm zählt schon jetzt etwa 30 Studenten. Ausserdem
übernimmt das Newman-Institut die Verantwortung für die
theologisch-philosophische Ausbildung der Priesteramtskandidaten des Bistums Stockholm. Das Ausbildungsprogramm
des Institut ist zum jetzigen Zeitpunkt noch
nicht staatlich anerkannt, aber das Newman-Institut ist dennoch dabei,
ein wichtiger Teil des akademischen Lebens in Schweden zu werden – vor
allem für die Fachbereiche Theologie und Philosophie.
Das Institut beschäftigt zur Zeit etwa 25 Lehrer, von denen sieben fest
angestellt sind, während die anderen einzelne Kurse unterrichten.
Das Newman-Institut arbeitet eng mit der Zeitschrift
Signum zusammen, einem monatlich
erscheinenden katholischen Magazin für Theologie, Philosophie und
Kultur.
Leitbilder
Das Newman-Institut wurde in der akademischen Tradition der Jesuiten
gegründet. Es ist unser Ziel, den geistigen Horizont unserer Studenten
zu erweitern, ihrer ganzheitliche menschliche Entwicklung zu fördern und
ihnen zu helfen, anderen Menschen mit einer respektvollen und
aufgeschlossenen Haltung zu begegnen. Entsprechend der
Ausbildungstradition der Jesuiten möchten wir, dass unsere Studenten
eine gute, breite Bildung haben und fähig sind, durch ihr Studium und
ihre Erfahrungen am Aufbau der Gesellschaft mitzuwirken. Von unseren
Lehrern erwarten wir, dass sie die Begabungen unserer Studenten
entdecken und ihre geistige und menschliche Entwicklung fördern.
Nationale und internationale Zusammenarbeit
Zur Zeit haben wir akademische Beziehungen zu mehreren Institutionen in
Schweden. Als konkretes Zeichen der ökumenischen
Zusammenarbeit absolviert ein orthodoxer Priesteramtskandidat bereits
Teile seines Studiums zusammen mit Kandidaten aus dem katholischen
Bistum, und eine Öffnung des Instituts gerade für orthodoxe und
orientalische Mitchristen wird angestrebt. Wir arbeiten auch mit anderen theologischen Institutionen in
Schweden zusammen – vor allem der theologischen Fakultät an der
Universität Uppsala, sowie der
theologischen Hochschule Johannelund in Uppsala.
Auf internationaler Ebene betreiben wir einen Austausch durch
Gastdozenten mit der Università Gregoriana in Rom, der katholischen
Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main und einigen Universitäten in
Nordamerika. Unsere Studenten werden die Möglichkeit haben, nach
Kandidatexamen weitere Studien an der theologischen Fakultät der
Universität Uppsala, an der grössten theologischen Fakultät Norwegens
sowie an mehreren anderen ausländischen Fakultäten weiterzuführen. Sobald wir staatliche Anerkennung erlangt haben, wird
uns die Möglichkeit eröffnet, uns an den europäischen
Austauschprogrammen Erasmus und Sokrates zu beteiligen.
Das Ausbildungsprogramm in Theologie, Philosophie und Kulturwissenschaften
Seit am 1. Januar 2000 in Schweden die Trennung von Staat und
lutherischer Kirche durchgeführt wurde hat sich die, ohnehin schon
existierende, religiöse Heterogenität des Landes noch vertieft.
Innerhalb der katholischen Kirche in Schweden gibt es deshalb den
verstärkten Wunsch, eine eigene theologische Ausbildung anzubieten, die
unseren Anforderungen und Wünschen entspricht. Immer mehr Menschen
innerhalb der Kirche – Priester, Schwestern, Katecheten etc. – benötigen
eine Ausbildung auf einem höheren Niveau. Auch andere Personen, die
nicht notwendigerweise selber Katholiken sind, interessieren sich
zunehmend für den katholischen Glauben und dessen geistige Tradition.
Innerhalb der sieben Jahre seit der Gründung des Newman-Instituts hat
sich die Anzahl unserer Studenten wesentlich vergröβert. Unsere Kurse
sprechen viele Studenten an, aber immer mehr wollen Theologie in einem
gröβeren Zusammenhang studieren. Tatsächlich ist das Studium der
Theologie am fruchtbarsten, wenn man es in Studien der Philosophie und
Kulturwissenschaften einbindet. Die Kirche ist ein lebendiger Organismus
und handelt innerhalb eines kulturellen Zusammenhangs. Wir sind der
festen Überzeugung, dass ein Theologiestudent auch etwas über z.B. Kunst
und Architektur lernen sollte, da sich der Glaube nicht nur
in Lehrsätzen, sondern auch in Kirchengebäuden, Gemälden, Statuen und
Musik ausdrückt. Unsere Studenten und Studentinnen sollten sich auβerdem
bewusst sein, in wie vielfältiger Weise sich religiöse Motive in der
Literatur und im Medium des Films wiederfinden. Wir wollen, dass unsere
Studenten die Fähigkeit haben, ihr theologisches Wissen im Alltag
anzuwenden und es in Beziehung zu anderen religiösen und philosophischen
Phänomenen stellen zu können. Das Ziel ist, dass die Studenten offener
anderen Glaubensüberzeugungen gegenüber werden, was sie auch zu besseren
Repräsentanten ihres eigenen Glaubens macht.
Das Gebäude des Newman-Instituts
Im Jahre 2006 ist das Institut aus seinen sehr beengten frühren
Lokalen in eine gröβeres Gebäude umgezogen. Das neue Haus, in dem seit
über hundert Jahren akademische Veranstaltungen stattfinden, befindet
sich mitten im Zentrum von Uppsala, ganz in der Nähe der katholischen
Gemeinde. Im gleichen Haus ist als unser Mietgast das humanistische St.
Katharina-Gymnasium sowie das Priesterseminar des Bistums untergebracht.
Das gesamte Gebäude wurde gemäβ der Bedürfnisse des Instituts renoviert.
Spenden an das Newmaninstitut
Heute wird das Newmaninstitut vor allem von den Jesuiten und durch
Spenden von großzügigen Wohltätern aus Schweden, Deutschland und den USA
finanziert. Sobald wir die staatliche Anerkennung erhalten haben, wird
uns auch die Möglichkeit der Förderung durch öffentliche Mittel eröffnet.
Bis dahin sind wir allerdings ganz auf Spenden angewiesen. Ihre
Unterstützung hilft uns, unsere Arbeiten fortzusetzen, unsere
gegenwärtigen Aktivitäten weiter zu entwickeln und so unseren
Studierenden eine gute Ausbildung zu garantieren.
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Spenden aus
Deutschland werden entgegengenommen von:
Deutsche Provinz der Jesuiten K.d.ö.R. München
”Newman-Institut, Schweden”
Ligabank München
BLZ (750 903 00) 2 149 125
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